07.01.2009 - 03:22 Uhr    Sprache - Deutsch Sprache - Englisch   



Der Begriff Honeypots

Als ein "Honigtopf" oder auch englisch Honeypot wird ein Dienst bezeichnet, der die Aufgabe hat, Angriffe auf ein Netzwerk zu protokollieren. Dieser Dienst kann ein Programm sein, das einen oder mehrere Dienste zur Verfügung stellt, oder ein Server. Honigtöpfe dienen so der Überwachung eines Netzwerkes.

Die Grundidee ist, in einem Netzwerk einen oder mehrere Honeypots zu installieren, die dem legitimen Netznutzer unbekannt sind, und daher niemals angesprochen werden. Ein Angreifer, der nicht zwischen echten Servern/Programmen und Honeypots unterscheiden kann und routinemäßig alle Netzkomponenten auf Schwachstellen untersucht, wird früher oder später die von einem Honeypot angebotenen Dienste in Anspruch nehmen und dabei von dem Honeypot protokolliert werden.

Die bloße Tatsache, dass irgendjemand versucht, mit einem Honeypot zu kommunizieren, wird als potentieller Angriff betrachtet.

Mit Hilfe eines Honeypot-Programmes werden Netzwerkdienste (Mail-Server, Datei-Server, ...) eines einzelnen Rechners oder sogar ein vollständiges Netzwerk simuliert. Erfolgt ein unberechtigter Zugriff auf einen derartigen virtuellen Dienst, werden alle ausgeführten Aktionen protokolliert und gegebenenfalls ein Alarm ausgelöst.

Mehrere zusammengeschlossene (oder auch mehrere virtuelle, auf einem Rechner laufende) Honeypots bilden ein Honeynet. Die Besonderheit hierbei ist, daß die exakten Betriebssystem-Eigenheiten komplett mit den zugehörigen Servern emuliert werden können.